Freitag, 30. September 2016



Der Fahrradsitz von Britax Römer
mitsamt Alpina-Helm & Regenplane von "Made For Rain"



Herbst heißt, über raschelndes Laub zu radeln und in den tief stehenden Sonne beste Stadtluft zu atmen. Kindergarten und Kita haben begonnen, die Urlaube sind erstmal passé, und da dürften Väter und Mütter schauen, dass sie die Kleinen rasch an Ort und Stelle bringen, bevor es selbst zur Arbeit geht. Aber bitte sicher! Und wenn's geht, auch ein wengerl komfortabel und hübsch.

Wir haben unser altes Stadtradl im September komplett neu ausgestattet. Für hintendrauf gab es einen Klassiker: Den Fahrradsitz "Jockey Comfort" von Römer Britax fahren ja die allermeisten, unser Hinterhof steht voll damit. Zurecht? Werden wir testen.

Beim Helm haben wir uns für einen Bayern entschieden: einen Alpina, Modell Ximo Flash. Er kommt aus Sulzemoos, das war uns sympathisch. Wichtiger aber noch: Schon die Stiftung Warentest und der ADAC haben dem Alpina-Helm beste Eigenschaften attestiert. Ob er auch zu uns passt und euch gefallen könnte, werden wir herausfinden.

Und bei einer Regenplane haben wir uns nach einer Spezialkonstruktion für Großstädter ohne festen und überdachten Stellplatz umgesehen. Bei der Marke "Made For Rain" sind wir erst einmal fündig geworden. Der Hersteller verspricht uns einen Regenschutz mit Sinn und Stil und im Sinne der Umwelt. Klingt gut - wird überprüft.

Für unsere Probefahrten haben wir flugs den Radlsitz und einen Korb auf dem Lenker montiert, weil hinterm Sattel ja ab jetzt kein Platz mehr ist. Unser Tipp hier: ein Klickfix, den ihr zum Einkaufen abnehmen könnt. Wir haben ihn samt Montageset für 18 Euro auf Ebay Kleinanzeigen ergattert. Aber jetzt endlich ab mit uns in den Englischen Garten!


Der "Jockey Comfort" von Britax Römer


Den Römer-Sitz wollten wir neu haben. Ihn gibt es aktuell in diesen drei tollen Farben und immer mit Wendemöglichkeit für die Sitzpolster: türkis-violett, schwarz-grau und rot-blau. Wir haben uns für die erste Variante entschieden, weil es Farbe in den Herbst bringt und auch noch optimal zum Radl passt.

Der Stoff ist sehr robust und angenehm, Gleiches gilt für die Schulterpolster. Das Wenden der Stoffe ist allerdings kein Kinderspiel. Sie sollen ja gut halten, deshalb ist etwas Gefummel nötig. Wer sich einmal für eine der beiden Farbmöglichkeiten entschieden hat, bleibt vermutlich auch dabei. Viel wichtiger aber ist ohnehin das Steckschloss im Schoß des Kindes, das wir problemlos mit einer Hand bedienen können - ein Segen, wenn es am Morgen schnell gehen muss.

Begeistert sind wir gleich von der Flexibilität des Sitzes: seine Kopfstütze ist neun Mal höhenverstellbar. Auch die Rückenlehne kann mit einem Handgriff in Schlafposition gekippt werden. Ob es das wirklich braucht? Glauben wir nicht. Aber für längere Touren ist die Option zumindest nicht verkehrt. Auch die kürzesten oder längsten Kinderbeine finden in den Fußrasten ihren Halt, weil wir die Höhe individuell anpassen können und leicht anzubringende Riemchen zappelnde Schuhe in Zaum halten.

Unsere Tour rund um den Monopterus ist ein riesiger Spaß. Unser Kind fühlt sich frei in der Bewegung, juchzt und jodelt vor Freude über die vielen Hunde, das hohe Tempo und wohl auch über die hervorragende Federung. Mama wird begeistert auf den Rücken geklopft, bis wir an den Trommlern vorbeikommen und sich die Füße nicht mehr ruhig halten wollen. Unter lautem "Hoppe, hoppe" versucht die Kleine zum Tanzen immer wieder aufzustehen und sich hinzusetzen, ohne jedoch in Gefahr zu geraten oder die Lust durch die fehlende Freiheit in ihren Bewegungen zu verlieren.

Um den extra großen Speichenschutz und die langen Gurtpolster beneiden uns übrigens die Eltern im Hinterhof, denn ältere Modelle haben das noch nicht. Gerade jetzt in der Matschzeit eine gute Sache. Vor allem aber geraten keine langen Beine in die Speichen. Im Fahrradsitz von Britax Römer darf sich das Kind nämlich herumkutschieren lassen, bis es 22 Kilo wiegt - also bis zu sechs, sieben Jahren (auch wenn sie dann natürlich selbst durch München radeln wollen). Los geht es schon mit neun Kilo oder neun Monaten, sobald das Kind allein sitzen kann.


Der Helm "Ximo Flash" von Alpina




Keine Gaudifahrt ohne Helm, Ehrensache! Alpina, die vertraute Helm- und Skibrillen-Marke unserer Kindheit, sitzt vor den Toren Münchens und hat mit dem Radlhelm "Ximo Flash" in den Tests von Stiftung Warentest und ADAC erfreulich gut abgeschnitten. Es gibt ihn für Kleinkinder in den drei Größen 45 bis 49 cm, 47 bis 51 cm und 49 bis 54 cm. Wir haben für unsere 14 Monate alte Tochter mit der kleinsten Variante begonnen.


Farblich passt unser Helm zum Radl und zum Römer-Sitz. So viel Spießerschick muss sein in München! Das Auge fährt schließlich mit. Die lila-blauen Eulen sind unisex, und in dieser Farbversion produziert Alpina sogar eine Winter-Ausgabe. Was das heißen soll? Der "Ximo Flash" hat eine herausnehmbare Mütze aus Microfleece, die den Kopf mitsamt Ohren bei Minusgraden kuschlig-warm hält und zusätzliche Reflektoren eingearbeitet hat. Sauber, oder?

In den Tests wurde allgemein bemängelt, dass Fahrradhelme für Kinder im Straßenverkehr oft übersehen werden. Das kann beim Alpina nicht passieren. Er trägt prominent auf dem Hinterkopf ein batteriebetriebenes dreieckiges Licht, das rot blinkt, durchgehend rot leuchtet oder ausgeschaltet und sogar abgenommen werden kann.

Der Helm ist so gut wie nicht mit Schadstoffen belastet (Note 1,0!) - ganz anders als andere Radlhelme. Und uns Eltern gefällt auch noch, wie unglaublich leicht der Helm ist, wie easy in der Handhabung und wie gut der Fahrtwind durch die Löcher pfeifen kann. Das ist wie oben ohne - nur safe.


Der Regenschutz von "Made For Rain"




Eine simple, aber geniale Idee hatten die Macher von "Made For Rain" mit ihrer kombinierten Regenplane plus Diebstahlsicherung. Damit ist nicht nur unser Römer-Fahrradsitz unter freiem Himmel geschützt, sondern gleich auch unser maroder, oft durchnässter Sattel. Über beides stülpt sich die Plane wie ein großen Dreieck mit Gummizug und praktischer Klick-Halterung.

Unter diesem schicken Zelt mit grünem Frosch-Logo am Eck lässt sich auch noch unser Helm bunkern, ohne dass es auffällt. Damit die tolle Plane nicht wegkommt, gibt es einen Diebstahlschutz dazu: Durch eine Metallöse wird die Regenhülle ans Radl gekettet. Großartige Idee!


Die Plane trotzt auch dem Schnee im tiefsten Winter. Und sie macht die Fahrt durch einen großen Reflektoren-Streifen an der Rückseite noch sicherer.

Das einzige, das wir vermisst haben, ist ein Sackerl zum Verstauen der oft nassen Plane für unterwegs. Wenn sich das mit dem ohnehin vorhandenen Schloss ans Radl ketten ließe - Volltreffer! Aber auch so sind wir schwer begeistert vom 2-in-1-Regenschutz von "Made For Rain" und können ihn euch nur wärmstens ans Herz legen.



Das Fazit von "Verrückt nach München"


Der Fahrradsitz "Jockey Comfort" von Britax Römer macht uns wunschlos glücklich und ist zurecht ein Klassiker in München. Preis-Leistung passt. Der Sitz wirkt auf uns jederzeit sicher. Und unsere wepserten Kinder haben bei unseren Ausflügen einen Mordsspaß. Wir werden euch gerne nach dem Winter berichten, wie oft und gern wir den Radlsitz benutzt haben und ob uns doch noch etwas zum Granteln gebracht hat.

Ein Tipp zum Schluss: Für einen sicheren Stand haben wir unserem Stadtradl nach dem Test noch einen Zweibeinständer und einen Lenkungsdämpfer (damit das Vorderrad in der Luft nicht kippt) gegönnt - für etwa 70 Euro im Fahrradladen mit Montage. Ohne diesen Ständer geht es freilich auch, aber dann müsst ihr das Fahrrad an euch lehnen, um das Kind hineinzuwuchten und alles, was mit soll, griffbereit haben. Und so wie wir uns kennen, passiert irgendwann was. Wollen wir nicht! 

In Kombination mit dem sehr leichten und im Straßenverkehr optimal auffälligen Fahrradhelm "Ximo Flash" von Alpina sowie dem ausgebufften Regenschutz von "Made For Rain" seid ihr für den Münchner Schnürlregen und das Batzwetter wunderbar gerüstet. Oiso auf geht's!

Mittwoch, 28. September 2016


"Dackel im Weltall" und das Münchner Label "Schön, oder?"

München schickt Dackel ins Weltall.
Schön, oder?

Was für ein Duo!
Die Dackel-im-Weltall-Bettwäsche und unser geliebter Zamperl von nyani

Was haben wir uns gefreut, als wir das tolle Label "Schön, oder?" in Neuhausen entdeckt haben! Freunde hatten unserem Nachwuchs das Essgeschirr geschenkt. Innen drinnen: Bambusfasern und Mais. Oben drauf: echte Münchner Zamperl, die einen Ausflug in die Galaxie unternehmen.

Teller, Schale und Becher sind spülmaschinenfest und können nicht an der Wand zerschmettert werden. Sowas ist ja auch wichtig bei ungeduldigen Kindern. Und: Das Geschirr lädt Eltern zum Geschichtenerzählen ein: von Raumschiffen, fremden Planeten und einer fliegenden Leberkässemmel.

Die Münchnerin Katrin Prislin gestaltet in ihrer kleinen Firma witzige Produkte, die biologisch hergestellt und abbaubar sind. Die Textilien für Bettwäsche, Decken und Kissenbezüge fertigt sie zu hundert Prozent aus Bio-Baumwolle. Kein Wunder, dass Katrin bei der Namensfindung gleich die Phrase "Schön, oder?" eingefallen ist, oder? Schön!

Die Kissenbezüge "Füchse im Wilden Westen". Auf der Couch platziert, ...
... ins Tipi entführt, ...
...  weil's halt zamg'hört.

Wir legen nun mit der passenden Bettwäsche nach. Die gibt es in zwei Größen, einmal für Kinder (100 x 135 cm / 60 x 40 cm) und einmal für die Großen (135 x 200 cm / 80 x 80 cm). Ihr könnt selbst entscheiden, ob die Dackel oder die wiesengrüne Seite beim Kuscheln und Schlafen oben sein soll. Was ihr dabei gleich merken werdet: die Renforcé-Qualität. Der Stoff ist strapazierfähig, temperaturausgleichend, saugfähig und hat einen angenehm weichen Griff mit glatter Oberfläche.

Zwei durchdachte Details sind der verdeckte Reißverschluss und der Stoffbeutel, in den auch auf Reisen alles reinpasst. Wenn es mal ins Weltall geht. Oder mit den Füchsen in den Wilden Westen. Oder mit dem einen verliebten Stinktier zum anderen...

Für so viel gute Laune und Kreativität mussten wir Katrin Prislin einfach loben - und sind mit der netten Münchnerin gleich ins Gespräch gekommen.


Verrückt nach München:
Wie kam es denn zu deinem Label?

Katrin Prislin: Ich habe in München Grafik-Design studiert, war seit 1997 als Art-Director in Festanstellung bei diversen Werbe-, Design- und Marken-Agenturen tätig und hatte oft sehr lange Arbeitszeiten. Nachdem die Kinder kamen, verschoben sich die Prioritäten. Ich entschied mich dafür, mich nach der Elternzeit selbständig zu machen. Ich hatte auch einfach Lust auf etwas Neues. Mir kam die Idee, Stoffmuster auszuprobieren und daraus Interior-Produkte zu fertigen.

VnM: War die Umsetzung dann schwieriger als erwartet?

Katrin Prislin: Oh ja. Es gab viele Dinge, die für mich absolutes Neuland waren. Wie zum Beispiel einen Businessplan zu schreiben, einen Gründungszuschuss zu beantragen, geeignete Produzenten zu finden, die die biologischen und sozialkritischen Ansprüche erfüllen, Mindest-Bestellmengen auszuhandeln, diverse Marketingmaßnahmen einzuleiten und so weiter. Aber jetzt ist dieser Teil geschafft, und ich kann mich auf den Verkauf der Ware konzentrieren.

VnM: Wie traten die Dackel im Weltall in dein Leben?

Katrin Prislin: Ich wollte bewusst Muster erstellen, die Geschichten erzählen und nicht die klassischen Klischees bedienen. Auch farblich habe ich versucht sowohl Mädchen als auch Jungs gerecht zu werden. So entstanden die "Dackel im Weltall", die "Verliebten Stinktiere" und  die "Füchse im Wilden Westen".

VnM: Was ist dein Lieblingsstück?

Katrin Prislin: Ich stehe auf die "Verliebten Stinktiere".

VnM: Ist München ein gutes Pflaster für kreative Köpfe wie dich?

Katrin Prislin: In München finden einige gute Design-Märkte wie etwa der Stijl-Designmarkt oder auch der Glockenbach-Weihnachtsmarkt statt. Außerdem gibt es einige schöne Läden, die Newcomer in ihr Sortiment aufnehmen. In meinem Fall findet sich in den Münchnern ein geeignetes und designaffines Publikum für mein Label.

VnM: Du hast einen sehr hübschen Online-Shop. Aber wo gibt es Stücke von dir in München zu kaufen?

Katrin Prislin: "Schön, oder?" gibt es aktuell in München im "Zuckerschnürl" in der Au, im "Stadtkind" gleich hinterm Marienplatz und im "Brauseschwein" in Neuhausen.

VnM: Was dürfen wir in den kommenden Jahren von dir erwarten?

Katrin Prislin: Ich würde gerne das Sortiment ausbauen und noch mehr Produkte auf den Markt bringen. In erster Linie geht es aber aktuell darum, bekannt zu werden.





Sonntag, 18. September 2016



Dieses Teil darf einfach nicht im Verborgenen bleiben und muss in unsere Rubrik "VerrücktNachMünchen testet Kinderwagen"! In Paris haben wir ihn entdeckt - und in München tatsächlich noch nie nie nie gesehen. Es geht um diesen süßen kleinen Renner, den Stadtcruiser unter den Buggys, und sein Name ist: YoYo.


- ganz schön schmal -
In Paris fährt ihn schon jeder. Auch in Stockholm schieben ihn hippe Eltern durch die Straßen. In München sind wir wohl noch beim MacLaren stehengeblieben!? Schreck!

- und ab über die Schulter - 
Aber von Anfang an: Babys kommen auf die Welt. Sie sind zunächst sehr klein. Und sie brauchen ein Wohlfühl-Gefährt. Denn sie liegen viel und sie lieben Schlaf!

Dann werden die Kleinen größer und schwerer, und sie wollen mehr sehen und entdecken. Die mobilen Eltern (mit ihren noch mobileren Kids) fragen sich: Was kommt nach dem Kinderwagen? Joolz, Bugaboo oder unser allseits geliebter Seed (haben wir hier schon getestet und zu unserem Favourite auserkoren) sind ja durchaus wichtige Gefährte. Aber mit spätestens eineinhalb Jahren können die Trümmer weg. Dann muss ein Buggy her - weil er kleiner, leichter, wendiger und damit besser zu transportieren ist - zumindest im besten Fall!

Wir haben uns in der Stadt umgeschaut und festgestellt: Die Münchner lieben MacLaren. Noch!

- jede Menge Kinderwägen, und ganz vorne der YoYo -
Den YoYo der französischen Marke Babyzen kennen sie wohl nicht! Kein Wunder: Der Buggy ist erst seit etwa vier Monaten in Deutschland im Handel. New York, Stockholm und Paris hat er aber bereits erobert. Die Städter lieben den YoYo. Deshalb, Münchner, aufgepasst!

So genannte lightwight Kinderwagen sind seit einiger Zeit schwer im Kommen. Sie müssen klein, leicht und praktisch sein. Damit Mama und Papa ihre Kinder rumschleppen können, aber sonst nicht auch noch viel Extra-Balast zu schultern haben.

- Handgepäck - kein Problem! -

"Ein kleines Ding", das haben wir uns gedacht, als wir den YoYo zum ersten Mal gesehen haben. Shopping in der Stadt, mit engen Rolltreppen und überfüllten Läden - kein Problem! Selbst die Einkäufe finden in der Ablage unter dem Sitz genügend Platz.

Zusammengefaltet kann man den YoYo in jeder Stadtwohnung hinter der Tür oder hinter dem Autositz verstauen. Im Flieger geht er - inklusive chicker Reisetasche - als Handgepäck durch. Denn tatsächlich braucht der Buggy weniger Platz als ein Kasten Wasser. Dabei ist er trotzdem ein stabiler und geschmeidiger Flitzer.

Man kann ihn mit einer Hand ganz einfach zusammenklappen. Und mit dem Riemen lassen sich die sechs Kilo easy über der Schulter tragen. Die neugierigen Blicke im Bus sind euch sicher! Und auch am Flughafen ist der YoYo ein Hingucker. Auf unserem Städtetrip nach Stockholm konnten wir ihn problemlos per Handgepäck einchecken.

Das sind die harten Fakten, die den YoYo durchaus zu einem Trendsetter in München werden lassen könnten. Bringt allerdings alles nichts, wenn die Softskills nicht stimmen. Wir haben also unseren Buggy-bereiten Blog-Nachwuchs mit seinen gerade zwei Jahren befragt, beobachtet, entscheiden lassen. Das Ergebnis im O-Ton: "mein Buggy", "will in mein Buggy schlafen", "will selber schieben". Alles klar!


Fast schade, dass sich der YoYo in Deutschland so Zeit gelassen hat. Sonst hätte unser Süßer schon früher in den Genuss kommen können; vor allem, da der Buggy auch als Kinderwagen mit Babyschale funktioniert. Heißt im Klartext: Wer sich einen fetten Kinderwagen ganz sparen will, kann bereits sein Neugeborenes in den YoYo legen. Ist dann vom Komfort her vielleicht nicht ganz ein Seed, Joolz oder Bugaboo, dafür aber absolut stadt- und reisetauglich. Und so könnte sich übrigens auch der für einen Buggy doch recht stolze Preis von rund 400 € rechtfertigen.

Wo gibt's den YoYo? Einfach hier weiterklicken...
In München haben wir ihn unter anderem bei Baby Ansorge am Sendlinger Tor entdeckt. Der Laden erstaunt immer wieder, weil er einfach alles zum Thema Baby und Kinder hat!

Nähere Infos zum YoYo und zu Babyzen findet ihr außerdem auf Facebook - und zwar hier...


Der YoYo - ein Raumwunder ...am Flughafen - im Vergleich zu anderen Buggys - und zu Hause!



Freitag, 16. September 2016



Dirndl und kaputte Eier - Besondere Erwachsenen-Malbücher bei arsEdition


Trends lauern ja überall in München. Pokémon, Glutenfreiheit oder Birkenstock. Und Mandala natürlich. In unseren U- und Trambahnen werden akribisch Kästchen ausgemalt - von tiefenentspannten Erwachsenen. Und weil unser Lieblingsverlag arsEdition extra "Das München-Malbuch" herausgebracht hat, haben wir den Selbstversuch unternommen. Bringt uns das Ausmalen noch so viel Freude wie in unserer Kindheit? Bringt es uns in unserem mehr als erfüllten, ein wengerl stressigen Leben mit eigenen Kindern gut runter?




Wir haben uns Stifte geschnappt und mit einem Dirndl losgelegt. Erst die hübschen Applikationen, die sich Julia von Keisenberg ausgedacht hat. Was sollen wir sagen: Spätestens als es daran ging, die Flächen bunt zu gestalten, sind wir unruhig, ungeduldig, ungehalten geworden. Wie froh waren wir, als das nackerte Bild halbwegs Farbe abbekommen hatte und wir es in unserem Kopf als fertig abhakeln konnten. Wir sind leider keine coolen Typen für Mandala. Insgeheim beneiden wir aber alle, die beim Malen so gut abschalten können wie wir beim Ratschen oder Sporteln...



Euch Malbegeisterten legen wir neben dem München-Malbuch mit Wiesn-Special und Erklärungen auf Deutsch und Englisch gerne noch folgende drei Neuerscheinungen ans Herz:

"Träume, lach, tanze" mit fröhlichen Zitaten und Mustern (siehe unser "Kunstwerk" oben mit dem Ballon...),

"Schriftenzauber" von Mira Behaim, das uns mit schönen Vorlagen in die Welt der Schriftkunst einführt,

und - herrlich verrückt:

"Mein nerviger Alltag" von Oslo Davis. Diesem Malbuch konnten wir dann noch Kritzelkrakelfreude abgewinnen. Denn ihr kennt sie ja auch: diese Augenblicke des Alltags, die so unnötig sind wie ein Kropf. Wenn beim Kühlschrank-Einräumen die Eier auf den Boden klatschen, wenn plötzlich der linke Schuh beim Spazierengehen zu quietschten beginnt oder der Sitznachbar schon länger nicht mehr geduscht hat.

Wunderbar, den Frust an diesen unschuldigen Bildern abzulassen. Da ist kein Rumjammern und kein Joggen mehr nötig. Lang lebe das Malbuch!

Sonntag, 11. September 2016


Schwedens Bestseller-Autor Jonas Jonasson im Gasteig

Schweden haben oft lustige Namen.
Jonas Jonasson zum Beispiel.

Schweden haben erstaunlich guten Humor.
Jonas Jonasson zum Beispiel.

Schweden kommen gerne zur Wiesn-Zeit nach München.
Jonas Jonasson zum Beispiel.

Der Bestseller-Autor hat nach "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" und "Die Analphabetin, die rechnen konnte" seinen dritten Roman herausgebracht. Am Dienstag (13. September, 20 Uhr) wird er "Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind" im Gasteig präsentieren. Mit dabei ist eines seiner deutschen Sprachrohre: der Schauspieler Heikko Deutschmann.

Worum es im jüngsten Werk geht? Ein bisserl um Räuber Hotzenplotz. Johan Andersson - seit seinen zahllosen Gefängnisaufenthalten nur noch "Mörder-Anders" genannt - ist frisch aus dem Knast entlassen und braucht einen neuen Job sowie neue Freunde. Da kommt ihm die Begegnung mit der geschäftstüchtigen Pfarrerin Johanna Kjellander, die wegen ihrer atheistischen Gesinnung arbeitslos geworden ist, gerade recht. Zusammen mit dem Hotel-Rezeptionisten Per Persson gründen sie eine "Körperverletzungsagentur" mit Mörder-Anders in der Rolle des Auftragsschlägers.

Die Nachfrage läuft blendend. Bis Mörder-Anders nach dem höheren Sinn des Ganzen fragt, sich plötzlich für Gott interessiert und friedfertig werden will. Doch Stockholms Gangsterbosse haben mit ihm noch eine Rechnung offen und nehmen Mörder Anders und seine Freunde gründlich in die Zange.

Hingehen! Und falls ihr keine Karte mehr ergattern könnt, schnappt euch sein neues Buch oder macht es wie wir: Kuschelt euch an einem Regentag auf die Couch und lasst euch die Hörbücher aus dem Hörverlag einfach vorlesen. Jürgen von der Lippe etwa macht das liebend gerne. Ein toller Kurzurlaub quer durch Schweden und um die halbe Welt...

Freitag, 26. August 2016



Das perfekte Wiesn-Gadget: unser "Jackerlsackerl"

Bis zum "O'zapft is" hamma's nimma weit. Drei Wochen nur noch, Leute! Was macht eure Garderobe? Neue Dirndlschürze gefällig? Oder ein Paar Haferlschuhe?

In jedem Fall braucht ihr ein "Jackerlsackerl"! Darin könnt ihr eure Janker verstauen, wenn es zum Feiern auf die Biertische geht. In diesem wasserabweisenden, feschen Beutel ist euer ganzes Hab und Gut sicher. Ihr klemmt das Jackerlsackerl einfach ganz eng unter die Tischkante. So stört es keinen und ist vor Bierduschen und den meisten Langfingern geschützt.

Wie es ganz genau funktioniert, seht ihr hier in der Jackersackerl-Bedienungsanleitung auf Vimeo.

Eine geniale Erfindung! Und natürlich auch biergartentauglich. Wir haben mit den sympathischen Münchnern Isabell und Jonathan gesprochen, die das "Jackerlsackerl" und das "Jackerldackerl" erfunden haben.



Verrückt nach München: Sagt mal, ist das ein Fuchs, ein Hirsch oder ein Wolperdinger in eurem Logo?

Isabell und Jonathan: Unser Logo ist ein Wolperdinger - wir sind große Fans dieses bayerischen Fabelwesens. Er hat Waschbär-Ohren, eine Fuchs-Schnauze, ein Reh-Geweih und einen Eichhörnchen-Schwanz. Wir mögen's bunt zusammengewürfelt.

VnM: Wer hatte nun den genialen Einfall für den Namen "Jackerlsackerl" und "Jackerldackerl"?

Isabell und Jonathan: Die Namen kamen uns gemeinsam auf einer Bustour in Brasilien zu den Igacu-Wasserfällen.  Wir saßen schon 15 Stunden im Bus, und in diesem Zwischenzustand von Wachen und Schlafen sprudelten die Ideen. Das Wort "Jackerlsackerl" ist dabei hängen geblieben und ließ uns nicht mehr los.  

VnM: Überhaupt: Wie kam es zu der Idee?

Isabell und Jonathan: Die Frage "wohin mit der Jacke" ist schon so alt wie die Wiesn. Die meisten hängen ihren Janker ins Gestänge unter dem Biertisch - mit der Folge, dass irgendein Tollpatsch alles runterreißt und die Jacke im Dreck baden geht. Auf der Bustour rätselten wir über das Problem und dachten uns: Ein wasserfester Beutel, den man simpel unter den Tisch hakt, könnte die Lösung sein!

VnM: Wie schwierig war die Umsetzung?

Isabell und Jonathan: Die Umsetzung war schwieriger als gedacht. Zum Glück hatten wir viel Unterstützung durch die LMU und das 5-Euro-Startup. Außerdem hat uns unser Investor geholfen, aus den Prototypen ein Produkt zu machen. Die Suche nach den richtigen Materialen war sehr aufwendig. Aber wir haben sie gefunden: samtigen Stoff, der wasserabweisende Eigenschaften besitzt, und durchsichtige flexible Klammern für den Biertisch zum Einhaken. 

VnM: Was ist euer persönlicher Liebling? Was ist der Renner bei der Kundschaft?

Isabell und Jonathan: Gerade sind wir ganz vernarrt in unser Hirschmuster in Blaufichte. Die Kunden lieben das lindgrüne und das rote "Herzal-Jackerlsackerl". Gleich danach kommt unser Spezialmuster - der "Jackerldackerl". 

VnM: Ist München ein gutes Pflaster für kreative Köpfe?

Isabell und Jonathan: Wir lieben München und finden, dass München das beste Pflaster für kreative Köpfe ist. In München und in Bayern herrscht eine angenehmen Servus-Mentalität, die uns viele Türen geöffnet hat. Wir haben unglaublich viel Unterstützung und Tipps bekommen - und alles in Fahrradnähe. 

VnM: Und sonst so?

Isabell und Jonathan: Da wir "nebenbei" hauptberuflich Schauspieler sind, gibt es noch einige Theatertourneen, die anstehen. Aber wie schon gesagt: Wir mögen es bunt und freuen uns auf die Wiesn.



Wir freuen uns sehr, dieses "Jackerlsackerl" im Wert von 24 Euro an euch verlosen zu dürfen:



Was müsst ihr tun, um zu gewinnen? Likt uns (und gerne auch das "Jackerlsackerl") auf Facebook und mailt uns dort eine Nachricht mit eurem Geheimtipp für München. Und schreibt bitte euren ganzen Namen und eure Adresse dazu. Einsendeschuss ist der 2. September 2016. Vui Glück, wünsch ma eich!

* Teilnahmeberechtigt sind Personen ab Vollendung des 18. Lebensjahres mit Wohnsitz in Deutschland. Preise werden nicht bar ausgezahlt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Montag, 22. August 2016


Münchens handgemachte "Tiny Totsies" aus Jeans und à la Indianer


Warum beschenken wir Babys und Kleinkinder so gerne mit Schuhen?
Wieso drücken wir ihre Füße nach der Geburt in Gips?
Weil wir in diesen winzigen Sachen das Wunder am besten erkennen können.

Wir haben euch bereits die wunderschönen Leder-Moccasins der Münchnerin Heidi Himpelmann vorgestellt. Sie hat irgendwann begonnen, diese "Tiny Totsies" selbst zu schneidern, weil ihr die Schuhe auf dem Markt zu kitschig und zu unbequem waren.

Über die Idee und Heidis kreative Einfälle freuen sich inzwischen tausende Münchner. Die Designerin verrät uns im Interview, warum ihre Jeansschuhe der absolute Renner in der Stadt sind.



Verrückt nach München: Heidi, was ist eigentlich dein persönlicher Lieblingsschuh?

Heidi Himpelmann: Ha, das ist schwer zu sagen! Für Jungs finde ich den Jeansschuh "Black Cross" ganz oben auf dem Bild oder die "Deer"-Moccboots toll. Den blauen Sommer-Moccasins "Bay" hatte mein kleiner Sohn in letzter Zeit fast täglich an. Für Mädels ist es der ganz neue "Pompom"-Moccasin und der "Summer"-Jeansschuh.

VnM: Was ist der Renner bei der Kundschaft? Jeans oder Leder?

Heidi: Ganz klar: die Jeansschuhe! Die Leder-Moccasins kommen auch sehr gut an. Aber die Jeansschuhe gibt es in der Form nirgendwp, sie sind weich gefüttert und haben die Antirutsch-Sohle. Die finden alle toll.

VnM: Warum braucht es Schuhe für ganz Kleine ab der Geburt?

Heidi: Ach brauchen tut es die nicht… Meine Kids hatten die ersten Monate immer Socken an - die sind einfach am besten. Und das sag ich auch ganz ehrlich. Es ist ja keinem geholfen, wenn die schönen Schuhe nicht genutzt werden. Oft werde ich gefragt, welche Größe die Kunden nehmen sollen, wenn sie die Schuhe verschenken möchten. Ich rate immer: ab sechs Monate. Aber ich biete sie schon ab der Geburt an. Und wenn die Babys so ganz klein sind, sind sie einfach süß in den Schühchen.

VnM: Was ist die größte Herausforderung bei der Herstellung?

Heidi: Das Zuschneiden. Oh, das nimmt viel Zeit in Anspruch... Und da ich ja fast alles allein mache, ist das manchmal echt anstrengend.

VnM: Und wenn es dir mal zu viel wird mit den Bestellungen, was machst du dann?

Heidi: Dann werden mein Mann und meine Mutter eingespannt.


* * * * *


Brandneu bei den "Tiny Totsies" sind übrigens diese tollen Exemplare in Indiander-Optik.
Wu-wu-wu-wu-wu-wu!


Fotos: Heidi Himpelmann / Tiny Totsies



Wir verlosen ein Paar "Tiny Totsies" aus Jeans-Stoff.
Das Design dürft ihr euch hier auf Etsy aussuchen.


Was müsst ihr tun, um zu gewinnen?

Voraussetzung 1: Ihr seid verrückt nach München. :)
Voraussetzung 2: Ihr likt die "Tiny Totsies" auf Facebook.
Voraussetzung 3: Ihr seid auch Fans von unserer Facebook-Seite "Verrückt nach München"
und mailt uns dort eine Nachricht mit eurem persönlichen Geheimtipp für München.

Und schreibt bitte euren Namen, eure Adresse sowie Wunsch-Größe und Wunsch-Design dazu. Einsendeschluss ist bereits der 25. August 2016. Viel, viel Glück!

* Teilnahmeberechtigt sind Personen ab Vollendung des 18. Lebensjahres mit Wohnsitz in Deutschland. Preise werden nicht bar ausgezahlt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.